{"id":197,"date":"2013-09-29T00:34:57","date_gmt":"2013-09-28T22:34:57","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.oley-iiv.de\/?p=197"},"modified":"2013-09-29T00:34:57","modified_gmt":"2013-09-28T22:34:57","slug":"die-crux-des-ganzheitlichen-projektmanagements","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.oley-iiv.de\/?p=197","title":{"rendered":"Die Crux des ganzheitlichen Projektmanagements"},"content":{"rendered":"\n<!-- wpsso pinterest pin it image added on 2026-04-21T03:20:24+00:00 -->\n<div class=\"wpsso-pinterest-pin-it-image\" style=\"display:none !important;\">\n\t<img src=\"http:\/\/blog.oley-iiv.de\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/cropped-FacebookTitel-e1487797004671.jpg\" width=\"0\" height=\"0\" class=\"skip-lazy\" style=\"width:0;height:0;\" alt=\"\" data-pin-description=\"No Description.\" \/>\n<\/div><!-- .wpsso-pinterest-pin-it-image -->\n\n<p>Eine Antwort auf einen Diskussionsbeitrag \u00fcber den ganzheitlichen Projektansatz &#8211; zusammengefasst enthielt er zwei Thesen:<br \/>\n<em>1. F\u00fcr erfolgreiche Projekte ist ein ganzheitlicher (holistischer) Ansatz wichtig, sprich Einbeziehung aller Ebenen der Mensch-System-Organisations-Beziehungen einschlie\u00dflich individueller und systemischer Aspekte.<\/em><br \/>\n<em>2. Die zwei wichtigsten Gr\u00fcnde f\u00fcr scheiternde Projekte sind Fehlentscheidungen erstens aufgrund nicht beherrschbarer (oder unber\u00fccksichtigter) Komplexit\u00e4t sowie zweitens wegen nicht kompatibler politischer oder pers\u00f6nlichen Interessen.<\/em><\/p>\n<p>Die folgende Antwort habe ich daraufhin verfasst:<\/p>\n<p>&#8230; das Thema ist schon spannend, auch am Samstag abend, nachdem der Tag mit einer Junior-Pr\u00fcfung f\u00fcr die kleinen Reiterlein sehr sch\u00f6n verlief und allen viel Spass gemacht hat. \ud83d\ude09 Das Leben in verschiedenen Welten macht genau dieses Leben sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Um es vorwegzunehmen, als am besten und \u00fcbereinstimmendsten empfinde ich die beiden letzten Gedankeng\u00e4nge zum Scheitern von Projekten.<\/p>\n<p>Einerseits das Thema Entscheidungsfreude oder Entscheidungsf\u00e4higkeit &#8211; nicht nur als Problem unbeherrschbarer Komplexit\u00e4t, sondern auch als Ausdruck politischer Interessen, die nicht immer entlang des Projektzieles laufen. Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Hierzu gilt es, den Projektmanagern Werkzeuge und Methoden an die Hand zu geben, Entscheidungsst\u00e4rke und -sicherheit an die Hand zu geben &#8211; denn gegen Existenz von Komplexit\u00e4t und Politischen Interessen vorzugehen erscheint angesichts meiner praktischen Erfahrungen als sinnlos.<\/p>\n<p>Andererseits liegt nach meiner Erfahrung ein gro\u00dfes Problem darin, die von Ihnen beschriebenen Ebenen und deren komplexen Abh\u00e4ngigkeiten permanent in die Projektbearbeitung einzubeziehen. Ich formuliere mal etwas platt und oberfl\u00e4chlich: Bis ich alle Ebenen, Mikro- und Makro, System- oder Individuensicht, alle Hard- und Softfacts analysiert habe und in ihren ganzheitlichen Zusammenh\u00e4ngen und Abh\u00e4ngigkeiten fertig dargestellt habe, ist meist das ganze Projekt schlichtweg schon zu Ende.<\/p>\n<p>Das ist nat\u00fcrlich sehr vereinfacht gesagt. Aus dem theoretischen Blickwinkel teile ich Ihre Ansicht vollst\u00e4ndig, im praktischen Umsetzen ist es m.E. jedoch wichtig, siehe vorheriger Abschnitt, praktikable Abstraktionen, Vereinfachungen und Beschr\u00e4nkungen abzuleiten, um eine \u00fcberschaubare Arbeitsf\u00e4higkeit zu erhalten.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr\u00a0 gibt es mehrere Ursachen:<br \/>\nErstens der Zeitfaktor, um alle Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren f\u00fcr die ganzheitliche Betrachtung ermitteln und bewerten zu k\u00f6nnen. Ich hatte mehrere Projekte, in denen es erst sehr sp\u00e4t gelang, L\u00fcgen, Verschleierungen und Vergessenes zu ermitteln. Wenn ich aufgrund dieser Falschinformationen entschieden h\u00e4tte, w\u00e4ren die Projekte gescheitert.<br \/>\nZweitens die (Un)F\u00e4higkeit der Projektbeteiligten, was hei\u00dft, dass in den seltensten F\u00e4llen alle Entscheidungstr\u00e4ger der holistischen Herangehensweis folgen k\u00f6nnen &#8211; einmal aus ihrer Rolle heraus, manchmal ganz simpel aus intellektuellen M\u00e4ngeln. Daher n\u00fctzen mir die ganzheitlichen Betrachtungen in der Entscheidungsfindung nicht immer.<br \/>\nDrittens ist der Einfluss der meisten ganzheitlichen Ebenenbetrachtungen auf die letztendliche Entscheidungsfindung gering &#8211; bzw. im Moment der Entscheidungsnotwendigkeit wei\u00df ich gar nicht, welchen Einflu\u00df manch einer der Faktoren \u00fcberhaupt aus\u00fcbt. Sprich, ich werde zu meiner Entscheidung immer nur die mir in diesem Moment bekannten wichtigsten Kriterien heranziehen, um selbige zu treffen, sicher mit dem Wissen m\u00f6glicher Fehlbarkeit.<\/p>\n<p>Dh., ich bin Verfechter eines ganzheitlichen PM-Ansatzes im Sinne der pragmatischen Reduktion auf entscheidungsrelevante Kriterien &#8211; und Projektmanager m\u00fcssen die F\u00e4higkeit erlernen, diese Abstraktion durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, auch wenn dies mitunter hei\u00dft, Bauchentscheidungen akzeptieren und ins Projektleben einbauen zu lernen.<\/p>\n<p>Soweit meine streitbaren Auslassungen f\u00fcr heute zu dem Thema &#8211; zustimmende Verneinung oder ablehnende Bejahung.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Auseinanderpfl\u00fccken w\u00fcnsche ich &#8211; und ich bin gespannt auf das Ergebnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Antwort auf einen Diskussionsbeitrag \u00fcber den ganzheitlichen Projektansatz &#8211; zusammengefasst enthielt er zwei Thesen: 1. F\u00fcr erfolgreiche Projekte ist ein ganzheitlicher (holistischer) Ansatz wichtig, sprich Einbeziehung aller Ebenen der Mensch-System-Organisations-Beziehungen einschlie\u00dflich individueller und systemischer Aspekte. 2. Die zwei wichtigsten Gr\u00fcnde f\u00fcr scheiternde Projekte sind Fehlentscheidungen erstens aufgrund nicht beherrschbarer (oder unber\u00fccksichtigter) Komplexit\u00e4t sowie zweitens wegen nicht kompatibler politischer oder pers\u00f6nlichen Interessen. Die folgende Antwort habe ich daraufhin verfasst: &#8230; das Thema ist schon spannend, auch am Samstag abend, nachdem der Tag mit einer Junior-Pr\u00fcfung f\u00fcr die kleinen Reiterlein sehr sch\u00f6n verlief und allen viel Spass gemacht hat. \ud83d\ude09 Das Leben in verschiedenen Welten macht genau dieses Leben sch\u00f6n. 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